Krankenfahrten

Genehmigungsregelung

Grundsatz : vorherige Verordnung des Arztes + vorherige Genehmigung durch Krankenkasse

Verordnung: Arzt verordnet unter zwei Maßgaben
-  Beförderung muss im Zusammenhang mit einer Krankenkassenleistung zwingend medizinisch notwendig sein

  • Angabe der zwingenden medizinischen Notwendigkeit auf der Verordnung
  • Notwendigkeit der – auf dem direkten Weg zu erfolgenden –
    Beförderung ist gesondert für Hin- und Rückfahrt zu begründen 

    

Generelle Zulässigkeit für Krankenfahrten ohne Genehmigung durch die Krankenkasse:

a) Stationärer Aufenthalt (Hin- und Rückfahrt)
b) Fahrten zu einer vor- oder nachstationären Behandlung (im Krankenhaus) gemäß § 115 a SGB V
c) Fahrten zu einer ambulanten Operation im Krankenhaus oder in Vertragsarztpraxis gemäß § 115 b SGB V sowie zu Vor- und Nachbehandlung dieser OP (Angabe des OP-Datums).


Ausnahmsweise Zulässigkeit für Krankenfahrten bei folgenden ambulanten Behandlungen:

1. Gruppe: Der Patient wird mit einer grunderkrankungsbedingten Therapie behandelt, das eine hohe Behandlungsfrequenz über einen längeren Zeitraum aufweist
                  und
                  die Behandlung selbst oder der Krankheitsverlauf beeinträchtigen den Patienten so, dass eine Beförderung unerlässlich ist.

                  Diese beiden Voraussetzungen sind in der Regel erfüllt bei:
                          - Fahrten zur Dialysebehandlung
                          - Fahrten zur Strahlentherapie
                          - Fahrten zur Chemotherapie

 

2. Gruppe: Der Patient ist mobilitätseingeschränkt und legt
                          - einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ oder
                          - einen Einstufungsbescheid der Pflegestufen 2 oder 3 vor.


3. Gruppe: Gleichgestellt der 2. Gruppe sind Patienten die vergleichbar mobilitätsbeeinträchtigt sind und einer längeren ambulanten Behandlung bedürfen.

So gut wie immer gilt hier: vorherige Genehmigung der Krankenkasse erforderlich. 


 

Versicherte mit einem Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ oder der Einstufung in die Pflegestufen 2 oder 3 müssen vor der ersten Fahrt einmalig eine Genehmigung beantragen. Diese wird in der Regel für die Dauer der Gültigkeit des Schwerbehindertenausweises bzw. des Pflegestufenbescheides erteilt und gilt dann für alle vom Arzt als medizinisch notwendig
verordneten Fahrten. Weisen Sie ggf. Ihre Patienten, deren Angehörige, Betreuer oder die Altersheime darauf hin. 


Zuzahlungsregelung


Grundsätzliche Zuzahlungsregelung:
Der Patient hat je Fahrt 10% der Beförderungskosten einer verordneten (bei einer genehmigungspflichtigen und genehmigten) Beförderung – mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro – zu entrichten. Kostet die Fahrt weniger als 5 Euro, ist der Fahrpreis zu zahlen.

Die Zuzahlung ist je Fahrtstrecke zu zahlen, unabhängig ob der Unternehmer beide Fahrtstrecken oder nur eine mit Wartezeit vertraglich abrechnen kann! Die Wartezeit im letzteren Fall wird dabei der Rückfahrt zugerechnet. 


 


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